Name:
VDI VDI 3957 BLATT 1 PDF
Published Date:
09/01/2014
Status:
[ Active ]
Publisher:
Verband Deutscher Ingenieure / Association of German Engineers
Die Luftreinhaltungspolitik der Europäischen Union und das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) fordern, „Menschen, Tiere und Pflanzen [...] vor schädlichen Umwelteinwirkungen zu schützen [...]". Ob diese Ziele erreicht werden, kann nur mit Wirkungsuntersuchungen an Organismen geprüft werden.
Die mittels biologischer Messverfahren gewonnenen Wirkungsdaten unterscheiden sich grundsätzlich von physikalisch-chemischen Messdaten der Luftschadstoffkonzentration oder Depositionsraten und von Schätzwerten aus Modellierungen. Wirkungsuntersuchungen sind durch technische Messungen und modellhafte Ableitungen nicht zu ersetzen. Nur durch zeit- und raumbezogene Untersuchungen an Organismen (Biomonitoring) ist die geforderte Kontrolle möglich, denn biologische Systeme zeigen auch Wechselwirkungen an, das heißt mögliche synergistische und antagonistische Effekte gleichzeitig auftretender Immissionskomponenten.
Durch Biomonitoring können Reaktionen von Organismen auf Stoffe und deren Akkumulation analysiert sowie in ihrer räumlichen Verteilung und in ihrem zeitlichen Verlauf überwacht werden. Weiterhin kann geklärt werden, ob die Wirkungen durch Immissionen hervorgerufen wurden; auch kann der Wirkungsbereich von Immissionen abgegrenzt und hinsichtlich einer Gefährdung von Schutzgütern beurteilt werden [6].
Biologische Messverfahren können präventiv, z. B. als Entscheidungshilfe für den vorsorgenden Immissionsschutz, unterstützend im Zusammenhang mit Immissionsmessungen, für die Beweissicherung, Überwachung und zur Langzeitbeobachtung von Schadstoffen in der Umwelt eingesetzt werden [7 bis 17].
| Edition : | 14 |
| File Size : | 2 files , 900 KB |
| Number of Pages : | 18 |
| Product Code(s) : | 11 VDI, 11 VDI |
| Published : | 09/01/2014 |