Name:
VDI VDI 4251 BLATT 2 PDF
Published Date:
08/01/2015
Status:
[ Active ]
Publisher:
Verband Deutscher Ingenieure / Association of German Engineers
Für die Beurteilung eines möglichen Anlageneinflusses durch Bioaerosole ist die Kenntnis der Hintergrundkonzentration von Bedeutung. Die hier beschriebene Messstrategie dient zur Ermittlung einer Hintergrundkonzentration von Bioaerosolen. Der hier beschriebene Aufwand für die Hintergrundkonzentrationsermittlung ist notwendig, um eine statistisch ausreichend abgesicherte Bestimmung unter Berücksichtigung der vielfältigen Einflussfaktoren zu ermöglichen. Eine Reduktion des Messaufwands ist prinzipiell möglich, führt jedoch zu einer deutlich erhöhten Unsicherheit.
Die Aufgabe der Messplanung besteht darin, ein vorgegebenes Messproblem zu analysieren. Daraus sind Anforderungen an die Organisation, die Messtechnik, die Messstrategie, die Auswertung, die Qualitätssicherung und die Berichterstattung zu stellen.
Die beschriebenen Anforderungen ermöglichen die Planung von Messungen zur Bestimmung der Hintergrundkonzentration von Bioaerosolen in der Art, dass eine vorgelegte Aufgabenstellung mit hinreichender Aussagekraft und mit vertretbarem Aufwand bearbeitet werden kann. Damit wird erreicht, dass die gewonnenen Ergebnisse hinsichtlich ihrer Repräsentativität den festgelegten Anforderungen entsprechen und damit eine größtmögliche Vergleichbarkeit der Ergebnisse gewährleistet ist.
Anlagenbeeinflusste Bioaerosolkonzentrationen können durch Immissionsmessungen auf der Grundlage des Fahnenmodells (VDI 4251 Blatt 1) bestimmt werden. Durch zeitgleiche Ermittlung der anlagenbezogenen Hintergrundkonzentration (Luv- Lee-Messung) können dann die ermittelten Konzentrationen vergleichend bewertet werden.
Bei Anlagenplanungen lassen sich die Bioaerosolkonzentrationen durch Ausbreitungsrechnungen gemäß VDI 4251 Blatt 3 bestimmen. Eine Bewertung der Bioaerosolkonzentrationen an einzelnen Beurteilungspunkten erfolgt dann auf der Grundlage des umweltmedizinischen Prüfschemas (VDI 4250 Blatt 1) anhand der Bewertungskriterien „Hintergrundwert“, „Aufmerksamkeitswert“ oder „Bestimmungsgrenze“. Während Aufmerksamkeitswert und Bestimmungsgrenze für einige Messparameter bereits festliegen, sind für die Ermittlung des Hintergrundwerts repräsentative Messungen von Hintergrundkonzentrationen durchzuführen und durch geeignete statistische Parameter zu kennzeichnen.
Die Schwierigkeit der Ermittlung der Hintergrundkonzentrationen der Summenparameter „Gesamtpilzzahl“ und „Gesamtbakterienzahl“ liegt in der natürlichen Schwankungsbreite der Konzentrationen. Diese können, z. B. in Abhängigkeit der Jahreszeit oder des Standorts, über mehrere Zehnerpotenzen variieren.
Messungen erfordern grundsätzlich zur Vergleichbarkeit von Ergebnissen eine einheitliche Planung, Messtechnik, Auswertung und Qualitätssicherung. Diese Richtlinie legt Rahmenbedingungen in der Messplanung zur Erfassung der Hintergrundkonzentration fest, die zu plausiblen und validen Messergebnissen führen, um so eine sachgerechte Be wertung der Bioaerosolkonzentrationen im Umfeld geplanter Anlagen zu ermöglichen.
| Edition : | 15 |
| File Size : | 2 files , 1.1 MB |
| Number of Pages : | 16 |
| Product Code(s) : | 10 VDI, 10 VDI |
| Published : | 08/01/2015 |